Beratungspaket · SAP MM · Disposition · Produktionsplanung
Materialverfügbarkeit sichern. Bestände gezielt steuern. Kapitalbindung reduzieren.
Zu hohe Bestände binden Kapital und verursachen zusätzliche Kosten. Zu niedrige Bestände gefährden die Materialversorgung und können Produktionsunterbrechungen auslösen.
Die Herausforderung besteht darin, Bestände so zu steuern, dass Material zum benötigten Zeitpunkt verfügbar ist – ohne unnötige Sicherheitsbestände aufzubauen.
Mit dem Beratungspaket Bestandsoptimierung unterstützt E&S Swiss Consulting Unternehmen dabei, Bestandsstrukturen, SAP-Dispositionsparameter und Planungsprozesse systematisch zu analysieren und gezielt weiterzuentwickeln.
Dabei betrachten wir nicht nur Bestandszahlen, sondern auch die Ursachen, die zu Überbeständen, Fehlteilen und einer unzuverlässigen Materialversorgung führen.
Wann ist eine Bestandsoptimierung sinnvoll?
Das Beratungspaket eignet sich insbesondere, wenn:
› Hohe Lagerbestände erhebliche Kapitalbindung verursachen
› Gleichzeitig regelmässig Fehlteile oder Materialengpässe auftreten
› Sicherheitsbestände historisch gewachsen und kaum nachvollziehbar sind
› SAP-Dispositionsparameter uneinheitlich gepflegt werden
› Bestellmengen und Losgrössen nicht mehr zu den tatsächlichen Bedarfen passen
› Langsam drehende oder veraltete Bestände zunehmen
› Beschaffung, Disposition und Produktionsplanung nicht ausreichend abgestimmt sind
› Planer häufig manuell in die Materialplanung eingreifen müssen
Eine strukturierte Analyse hilft, die wesentlichen Ursachen zu identifizieren und geeignete Massnahmen abzuleiten.
Bestandsoptimierung beginnt mit Transparenz
Bestände entstehen aus dem Zusammenspiel von Bedarf, Wiederbeschaffungszeiten, Dispositionsregeln, Datenqualität und operativen Entscheidungen.
Deshalb betrachten wir Bestände nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit den zugrunde liegenden Planungs- und Versorgungsprozessen. Im Mittelpunkt stehen drei Fragen:
Wo entstehen unnötige Bestände?
Wir analysieren beispielsweise Überbestände, geringe Materialbewegungen, ungeeignete Losgrössen und nicht mehr passende Dispositionsparameter.
Warum entstehen Materialengpässe?
Wir betrachten unter anderem Bedarfsveränderungen, Wiederbeschaffungszeiten, Datenqualität und die Abstimmung zwischen Material- und Produktionsplanung.
Welche Massnahmen verbessern die Balance?
Wir identifizieren Ansätze, um Materialverfügbarkeit und Bestandsniveau gezielter zu steuern – unter Berücksichtigung der tatsächlichen betrieblichen Anforderungen.
Unsere Analysebereiche
▤ Analysebereich 1
1. Bestandsstruktur und Materialsegmentierung
Nicht jedes Material sollte nach denselben Regeln disponiert werden.
Wir analysieren die Bestandsstruktur und betrachten geeignete Möglichkeiten zur Materialsegmentierung.
Beispiele:
- Bestandswerte und Bestandsentwicklung
- Umschlagshäufigkeit und Reichweiten
- Materialien mit geringer oder fehlender Bewegung
- ABC- und XYZ-Analysen, soweit Daten und Anforderungen dies unterstützen
- Unterschiede zwischen Materialgruppen und Versorgungsstrategien
Ziel ist es, Materialien differenziert zu betrachten und geeignete Optimierungsansätze zu erkennen.
⚙ Analysebereich 2
2. SAP-Dispositionsparameter und Stammdaten
Dispositionsparameter beeinflussen unmittelbar, wann und in welcher Menge Material beschafft oder bereitgestellt wird.
Wir prüfen insbesondere:
- Dispositionsverfahren
- Meldebestände und Sicherheitsbestände
- Losgrössen und Mindestbestellmengen
- Wiederbeschaffungszeiten
- Planungs- und Beschaffungsparameter
- Datenqualität und Pflegeprozesse
Dabei bewerten wir, ob die bestehenden Einstellungen zu den tatsächlichen Anforderungen passen.
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3. Materialbedarfs- und Produktionsplanung
Die Bestandsentwicklung wird wesentlich durch die Qualität der Bedarfsplanung beeinflusst.
Wir betrachten die Abstimmung zwischen:
- Materialbedarfsplanung
- Produktionsplanung
- Beschaffung
- Materialverfügbarkeit
- Kapazitäts- und Terminplanung
- Operativer Disposition
Besonderes Augenmerk liegt auf den Zusammenhängen zwischen SAP MM, SAP PP und gegebenenfalls SAP PP/DS.
◉ Analysebereich 4
4. Planungsprozesse und Verantwortlichkeiten
Auch gut eingestellte SAP-Parameter entfalten nur dann ihre Wirkung, wenn Prozesse und Verantwortlichkeiten klar geregelt sind.
Wir analysieren:
- Aufgaben und Zuständigkeiten in der Disposition
- Regelmässige Überprüfung von Parametern
- Umgang mit Ausnahmen und Engpässen
- Abstimmung zwischen Einkauf, Planung und Produktion
- Manuelle Eingriffe und Nebenlösungen
- Kennzahlen und kontinuierliche Verbesserung
Ziel ist eine nachvollziehbare und nachhaltig steuerbare Materialplanung.
So läuft die Bestandsoptimierung ab
01
Zielklärung und Abgrenzung
Gemeinsam definieren wir die Ziele, den Betrachtungsumfang und die relevanten Materialgruppen oder Prozesse.
02
Daten- und Prozessanalyse
Wir analysieren verfügbare Bestands-, Bedarfs- und Stammdaten sowie die bestehenden SAP-Dispositionsprozesse.
03
Ursachen und Potenziale bewerten
Wir identifizieren wesentliche Einflussfaktoren für Überbestände, Fehlteile und Planungsabweichungen.
04
Massnahmen priorisieren
Wir entwickeln konkrete Optimierungsansätze und bewerten diese hinsichtlich Nutzen, Aufwand, Risiken und Abhängigkeiten.
05
Umsetzung vorbereiten oder begleiten
Auf Wunsch unterstützen wir bei der Anpassung von Parametern, der Weiterentwicklung von Prozessen und der Überprüfung der Ergebnisse.
Der genaue Ablauf wird an die Ausgangssituation und den vereinbarten Leistungsumfang angepasst.
Ihr Ergebnis
Was erhalten Sie als Ergebnis?
Das Beratungspaket liefert eine fundierte Grundlage für gezielte Verbesserungen im Bestandsmanagement. Mögliche Ergebnisse sind:
✓ Transparente Analyse der betrachteten Bestandsstruktur
✓ Identifizierte Ursachen für Überbestände und Fehlteile
✓ Bewertung relevanter SAP-Dispositionsparameter
✓ Erkenntnisse zu Datenqualität und Planungsprozessen
✓ Konkrete Optimierungsempfehlungen
✓ Priorisierte Massnahmen mit nachvollziehbarer Begründung
✓ Vorschlag für die Umsetzung und Erfolgskontrolle
Der konkrete Ergebnisumfang wird vor Beginn gemeinsam festgelegt.
Bestände und Materialverfügbarkeit gemeinsam optimieren
Eine nachhaltige Bestandsoptimierung verfolgt nicht einfach das Ziel, möglichst viel Lagerbestand abzubauen. Entscheidend ist die Balance zwischen drei Anforderungen:
◎
Materialverfügbarkeit
Benötigtes Material soll zum richtigen Zeitpunkt verfügbar sein.
▥
Bestandsniveau
Bestände sollen dem tatsächlichen Bedarf und den betrieblichen Risiken entsprechen.
◇
Kapitalbindung
Unnötige Bestände und die damit verbundenen Kosten sollen reduziert werden.
⇌ Die richtige Balance finden
Massnahmen müssen deshalb immer hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Versorgungssicherheit und operative Abläufe bewertet werden.
SAP MM, PP und PP/DS im Zusammenspiel
Bestandsoptimierung ist eng mit der Materialwirtschaft und Produktionsplanung verbunden.
SAP MM unterstützt grundlegende Materialwirtschafts- und Beschaffungsprozesse. SAP PP und gegebenenfalls SAP PP/DS ergänzen die Sicht auf Produktionsbedarfe, Termine und Kapazitäten.
E&S Swiss Consulting betrachtet diese Zusammenhänge gemeinsam, damit Optimierungsmassnahmen nicht nur einzelne Parameter verbessern, sondern zu den tatsächlichen Planungsprozessen passen.
Häufige Fragen zur Bestandsoptimierung
Bedeutet Bestandsoptimierung, dass Lagerbestände möglichst stark reduziert werden?
Nein. Ziel ist eine angemessene Balance zwischen Materialverfügbarkeit, Bestandsniveau und Kapitalbindung. Eine pauschale Bestandsreduzierung kann zusätzliche Versorgungsrisiken verursachen.
Welche SAP-Daten werden für die Analyse benötigt?
Abhängig vom vereinbarten Umfang können beispielsweise Bestandsdaten, Materialstammdaten, Dispositionsparameter, Bedarfsinformationen und Beschaffungsdaten relevant sein. Welche Daten tatsächlich benötigt werden, klären wir vor Beginn.
Ist das Beratungspaket nur für Unternehmen mit SAP PP/DS geeignet?
Nein. Bestandsoptimierung ist auch bei Unternehmen sinnvoll, die hauptsächlich SAP MM und SAP PP einsetzen. Die Analyse wird an die vorhandene Systemlandschaft angepasst.
Werden SAP-Dispositionsparameter direkt verändert?
Nicht ohne Abstimmung. Zunächst werden die bestehenden Einstellungen analysiert und mögliche Änderungen fachlich bewertet. Die Umsetzung erfolgt im vereinbarten Rahmen und unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Materialversorgung.
Wie schnell lassen sich Verbesserungen erreichen?
Das hängt von den Ursachen, der Datenqualität und dem Umfang der notwendigen Änderungen ab. Einzelne Parameter- oder Prozessverbesserungen können vergleichsweise kurzfristig möglich sein, während strukturelle Anpassungen mehr Zeit benötigen.
Finden Sie die richtige Balance für Ihre Bestände
Sie möchten Überbestände reduzieren, Materialengpässe besser beherrschen oder Ihre SAP-Disposition gezielt weiterentwickeln?
E&S Swiss Consulting unterstützt Sie dabei, die Ursachen zu verstehen und wirksame Massnahmen abzuleiten.